Die Freude, sich auszuprobieren. Entdecken, was man vermag.

Angenommen, wir haben vor, jung zu bleiben, dann brauchen wir die Arbeit gegen einen Widerstand. Das klingt zunächst vielleicht seltsam.

 

Schließlich ist ein Widerstand ist ein Hindernis, das sich der eigenen Absicht in den Weg stellt. Was daran gut sein kann, werde ich hier beschreiben.

 

An Widerstand kann man wachsen.

Aus eigener Kraft etwas geschafft zu haben, einen Widerstand überwunden zu haben, fördert das Gefühl der Selbstwirksamkeit. Es ist das Gefühl, selbst und aus eigenen Kompetenzen etwas bewirken zu können. Das ist für Kinder gut und für uns Erwachsene auch.

 

Entdecken, was man vermag.

Sich ausprobieren - mit dem eigenen Körper kann man das sehr gut. Das kann spielerisch-kreativ sein oder auch heißen, die eigenen Fähigkeiten auszuloten.

 

Ich kann mich gut an ein Erlebnis erinnern, als ich im Sport zum ersten Mal einen sogenannten Maximalkraft-Test für Kniebeugen gemacht habe. Ich wollte wissen, wozu ich fähig bin - in diesem Falle: mit wie viel Gewicht auf den Schultern ich Kniebeugen machen konnte. Dazu musste ich eine Langhantel (wie Gewichtheber sie verwenden) anheben, die vor meinen Füßen lag.

 

Bei so einem Maximalkraft-Test geht man stufenweise vor. Man erhöht bewusst das Gewicht der Hantel (also den Widerstand, gegen den man arbeitet) so lange, bis man aufgeben muss. Irgendwann ist der Zustand der Unfähigkeit erreicht. (Erinnert Sie das auch ein bißchen an das „Peter-Prinzip“?). Bis dahin muss man seinen (Kraft-)Aufwand entsprechend der steigenden Anforderungen stetig erhöhen.

 

Was ich dabei innerlich erlebt habe, war sehr wertvoll. Mit überschaubarem Kraftaufwand kam ich bei diesem Test bis dahin gut durch - und dann war Ende. Bei 70 kg Hantelgewicht angelangt bewegte ich mit diesem "halbseidenen" Einsatz gar nichts mehr. Die Langhantel blieb einfach liegen. Ja, die Erdanziehungskraft ist unnachgiebig.

 

Mit allen Fasern wollen.

Also habe ich mich „richtig angestrengt“ (habe ich gedacht) - nichts passierte. Was dann kam, war für mich ein wichtiges Erlebnis. Erst als ich mich wirklich komplett auf die Aufgabe eingelassen hatte und tatsächlich all meine Willenskraft konzentriert hatte - als ich wirklich mit allen Fasern WOLLTE - habe ich dieses Gewicht doch hochgehoben. Weniger war hier zu wenig.
Ein unvergleichliches Gefühl, zu so einer vollständigen Fokussierung fähig zu sein. Grandios.

 

Jung bleiben.

Es gibt auch auf der körperlichen Ebene einen Grund, warum es sich lohnt, "gegen Widerstand zu arbeiten" und er ist sehr plausibel.

 

In der Trainingslehre verwendet man den Begriff des Widerstands im Zusammenhang mit Muskelaktivität und Kraftaufwand.

 

Muskelaktivität scheint für den Körper sehr wichtig zu sein, um sich selbst gesund erhalten zu können.
Aktive Muskeln senden nämlich Botenstoffe in den Organismus. Diese sogenannten Myokine regen im gesamten Körper überaus günstige Prozesse an. Was genau sie alles machen, wird derzeit noch immer erforscht. Es sind bisher über 600 Arten dieser Signalstoffe bekannt, die in den Muskeln produziert werden.

 

Bisher weiß man, dass Myokine Reparaturprozesse initiieren. Sie sollen außerdem verantwortlich dafür sein, den Fettstoffwechsel zu aktivieren, den Muskelaufbau zu fördern, ja sogar Entzündungsprozesse zu lindern. Sie fördern einen stabilen Blutzuckerspiegel und vieles mehr.

Gut zu wissen: erst bei körperlicher Anstrengung werden sie in nennenswerter Menge produziert.

 

Das bedeutet: wenn man sein System unterstützen will, sich selbst gesund und jung zu erhalten, sind aktive Muskeln und die "Arbeit gegen Widerstand", wie zum Beispiel beim Krafttraining, in jedem Alter wichtig.

 

Und es macht einfach Freude, sich in Bewegung auszuprobieren.

 

 

Mirja B. Eyßelein

Trainerin und Beraterin.

Körperarbeit ist mein Fachgebiet.

 

Aus Bewegungseffizienz entsteht Ästhetik.

Achtsamkeit zu trainieren lohnt sich.

Lachen tut gut.

 

E-Mail:  >>  info@eysselein-trainings.de

Telefon: 0228 (Bonn) - 909 38 92


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