Nackenbeschwerden loswerden - So geht´s.

Muskelverspannungen im Nacken sind für viele Menschen Alltag. Auch für Sie? Wenn Salben und Massagen nicht helfen: helfen Sie sich selbst. Hier die wichtigsten Tipps, Zusammenhänge und Missverständnisse...

Die Zusammenhänge

 

Nacken und Schultern machen Beschwerden, wenn der Körper nicht in Balance ist.
Von Natur aus ist ein aufgerichteter, flexibel in Balance schwingender Rücken vorgesehen.

Wenn jedoch die Brust sinkt, muss der Nacken das ausgleichen und verspannt.

Die gute Nachricht: Sie können selbst etwas dafür tun, dass es Ihrem Nacken besser geht.

Es gibt dazu ein paar Zusammenhänge, die Sie verstehen sollten.

Und ein paar Missverständnisse, die ich hier auszuräumen versuche.

 

Die Geierhaltung

 

Betrachtet man Menschen von der Seite, dann sieht man bei denjenigen mit Nackenproblemen nahezu immer eine fast senkrecht abfallende Linie vorne an der Brust. Gleichzeitig sitzt der Kopf nicht mehr im Lot locker oben auf dem Hals. Stattdessen ragt er nach vorne und der Nacken macht einen Knick. Ich nenne das die „Geierhaltung“.

Durch diese lästige Daueranspannung im Nacken (die den Kopf anheben muss) und die verschleißende Belastung der Halswirbel entstehen in Folge Beschwerden, die sich irgendwann auch auf die Schultern und Arme ausbreiten. Klar, dass Salben und Massagen meist nur kurzfristig Linderung bringen. Denn der Ursprung der Beschwerden bleibt.

Diese Körperhaltung ist so weit verbreitet, dass die Kleidung dementsprechend geschnitten ist und dadurch oft eine natürlich aufrechte Haltung sogar behindert.

 

Den meisten ist diese eingesunkene Haltung überhaupt nicht bewusst.

Sich im Rücken aufzurichten fühlt sich für viele sogar sehr unnatürlich und anstrengend an.

 

Warum halten sich so viele nicht aufrecht?

 

Rein körperlich betrachtet kann die Ursache für eine „schlechte Haltung“ verschiedene Gründe haben.
Der Knick im Nacken ist in der Regel das obere Ende einer Kettenreaktion, die nicht selten bei den Füßen anfängt:

  • Schwache, passive Füße bieten der Körperstatik keine stabile Basis.
  • Weit verbreitet ist die Verspannung des Psoas-Muskels im Körperzentrum - bedingt durch nicht aufgelösten Stress. (Wie Sie die Stressanspannung loswerden, lesen Sie hier >>)
  • Vielsitzer und Vielfahrer lassen sich täglich durch Rückenlehne und Armhaltung verleiten, in sich eingesunken zu sitzen. Der Körper passt sich mit der Zeit an und verspannt entsprechend.
  • Meist ist die Bauchmuskulatur schwach.
  • Es mangelt an Halt im oberen Teil des Rückens.
  • Bei Sportlern wird zwar die Brustmuskulatur trainiert, aber nicht der "obere Rücken". Und Dehnübungen für Brust und Schultern werden vernachässigt.

Nun könnten Sie sagen: ich gehe doch laufen, mache doch Gymnastik, trainiere nach DVD-Anleitung - und dennoch ist mein Nacken verspannt. Ja. Bedenken Sie, dass Sie die Beschwerden so lange haben, solange Sie Ihre Haltung nicht bewusst ändern. Denn bei jedem Training trainieren Sie weiter auch die typische Fehlhaltung mit. Ein Trainer kann Ihnen da weiterhelfen, bis Sie sich selbst korrigieren können.
 

Haltung betrifft nicht nur den Körper

 

Sich aufrecht zu halten hat neben der körperlichen Seite einen weiteren Aspekt.
Wenn Sie sich in natürlicher Weise aufrecht halten, werden Sie gesehen. Sie zeigen sich.


Es kann ein wenig Zeit brauchen, bis Sie (zu Gunsten Ihres Nackens!) den Mut entwickeln, sich zu Ihrer vollen Größe aufrichten. Es braucht Ihr inneres JA. So etwas geht nicht von heute auf morgen.
Sich (wieder) aufzurichten ist ein Prozess. Ist die Zeit reif dafür?

 

Zwei Missverständnisse

 

1. „Aufrechtstehen ist anstrengend.“
Es ist eine weit verbreitete Meinung, dass Aufrechtstehen bedeutet, die Schultern ständig verspannt zurückzuhalten.
Das muss so nicht sein. Im natürlichen Zustand ist der Körper in einer dynamischen Balance, die keine Kraft kostet. Der Rücken ist geschmeidig aufgerichtet, ohne sich dafür anstrengen oder aktiv strecken zu müssen. Die Arme hängen locker seitlich vom Körper. Der Kopf sitzt oben auf einem entspannten Hals.
Um da wieder hinzukommen, braucht es einige Erkenntnisse, Freude am Ausprobieren und den Willen zum Umlernen. Der Lohn ist ein ganz neues Lebensgefühl.

 

Ein anderer Irrtum lautet:

2. „Bei mir ist es zu spät. Da kann man nichts mehr machen.“
Meine Erfahrung als Trainer ist: das stimmt in der Regel bei Gesunden nicht.
Zumindest ein bißchen was geht immer.

Wenn man es will.
Der Körper kann sich umbauen. Ein Leben lang.
Die Starre im Körper kann sich wieder lösen.
Inneren Halt kann man sich erschaffen.
Die alten Muster kann man ersetzen.
Selbstbewusstsein kann man trainieren.

Lesen Sie über die Erfahrungen meiner Teilnehmer >>

 

 

Die wichtigsten Tipps für Ihren Nacken

 

  • Lernen Sie, Ihre Haltung bewusst wahrzunehmen.
  • Finden Sie Haltungen, die die Anspannung im Nacken lindern.
  • Sitzen Sie so oft es geht ohne sich anzulehnen. Und zwar auf den beiden "Sitzhöckern" (den Knochen Ihrer Sitzfläche, die auf harten Stühlen so unangenehm werden können.)
  • Üben Sie, Ihre Brust bzw. das Dekolleté anzuheben. Lassen Sie dabei die Schultern locker!
  • Legen Sie sich oft zur Entspannung auf den Rücken, den Kopf auf ein passendes Kissen, dann stellen Sie die Füße auf, legen die Fußsohlen aneinander, lassen die Knie auseinander sinken und lassen Sie dann die Dehnung zu.
    (Natürlich nur, wenn Ihnen das keine Beschwerden oder Schmerzen bereitet.)
  • Breiten Sie in Rückenlage Ihre Arme aus und lassen Sie die Dehnung zu.
    (Natürlich nur so, dass es Ihnen das keine Beschwerden oder Schmerzen bereitet.)
  • Gehen Sie möglichst oft barfuß oder auf Strümpfen.
  • Und geben Sie sich für die Veränderung die Zeit, die es braucht. Bleiben Sie dran.

Mit Freude und Leichtigkeit löst man die alten Muster am besten auf

 

Wer sich dafür interessiert, dem empfehle ich meinen wöchentlichen >> KörperBalance-Kurs.


Wenn Sie individuelle Unterstützung möchten:
Vereinbaren Sie ein Coaching oder einen Coaching-Kompakt-Tag.  >> Kontakt
Sie erhalten eine Analyse Ihrer individuellen Haltung und Ihrer Bewegungsmuster.
Und Sie werden erfahren, worauf es für Sie ankommt, um in lebendige Balance zu kommen. 


Wenn Sie möchten, begleite ich Sie langfristig als Ihr Coach.

Per Video-Chat ist eine Begleitung auch über Distanzen möglich.

 

 

 

Mirja B. Eyßelein

 

Wenn Sie Kontakt aufnehmen möchten:
E-Mail: info@eysselein-trainings.de

Tel. 0228 - 909 38 92

 


Teilen macht Freude - erzählen Sie davon:

Hinterlassen Sie einen Kommentar:

Hinweis für Leser: folgen Sie NICHT den Links, die den Namen hinterlegt sind!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Weitere Informationen und Terminvereinbarung:

EYSSELEIN TRAININGS
Mirja B. Eyßelein

Dipl.-Sportlehrerin

Veranstaltungsort    Hertzstr. 12, 53844 Troisdorf

Postanschrift            Zum Discholls 24, 53844 Troisdorf

Telefon    +49 (0)228 - 909 38 92
E-Mail      info@eysselein-trainings.de

Umsatzsteuer-ID: DE123034075
Gemäß EU-Verordnung Nr. 524/2013 über die „Online-Beilegung verbraucherrechtlicher Streitigkeiten" hier der Link zur Online-Schlichtungsstelle der EU: http://ec.europa.eu/consumers/odr/