Entspannt sein: sich sicher fühlen. Macht umgänglich, kreativ und fit. Wie?

Entspannt sein - der Zustand, in dem man sich sicher und zentriert fühlt. Viele kennen das nur noch selten. Zumal auch das Gerücht umgeht, dass man sich zum Entspannen ruhig hinsetzen oder gar hinlegen muss. Für Gestresste ist das eher abschreckend. Hier ein paar Gedanken und Lösungen.

 

Als Erstes: Entspannen kann man mal eben im Alltag zwischendurch. Das geht.

Und: Entspannen ist genauso wichtig wie Leistung bringen.

Entspannt sein ist so angenehm, weil der Organismus es braucht. Eine klare Botschaft.

 

Woran merken Sie, dass Sie angespannt sind?

 

Wenn ich mit Leuten über Entspannung spreche, meinen viele, sie seien entspannt. Sie glauben es auch. Dabei zeigen sie die klassischen Anzeichen von Anspannung. Nur - das ist eben für sie der normale Zustand. Vielen wird erst klar, wie sich der wirklich entspannte Zustand anfühlt, wenn sie ihn wieder mal erleben.

 

Rein körperlich betrachtet, können Sie eine latente Daueranspannung zum Beispiel daran erkennen, dass Sie...

  • im Sitzen mit einem Bein zappeln
  • immer wieder durchatmen oder seufzen
  • nicht gut einschlafen können
  • keine wesentliche Atembewegung am Bauch zeigen, auch nicht beim "tief Durchatmen"
  • im Gesicht angespannte Muskeln haben, Falten graben sich ein
  • stark ausgeprägte Kaumuskeln haben und für nachts eine Zahnschutzschiene haben
  • dass Rücken und Nacken vor Verspannung schmerzen

Mentale Anspannung können Sie beispielsweise daran erkennen, dass Sie...

  • oft sagen "Ich muss"
  • mit der Aufmerksamkeit nicht in der Gegenwart sind
  • sich in ständigem Gedankengeplapper mit der Vergangenheit oder Zukunft beschäftigen
  • dass Sie sich bei einem Thema gedanklich festgefahren haben

Zum Runterkommen muss man nicht stillsitzen

 

Eine verbreitete Verallgemeinerung ist:

Bei sogenannten "Entspannungs-Methoden" muss man öde rumliegen oder stillsitzen.

Dagegen haben viele eine Abneigung.

Ja, es ist ja auch ein Graus: man ist unter Spannung, zappelig, unter Strom und soll sich zum Entspannen ruhig hinsetzen. Das geht gar nicht. Stimmt!

Nicht umsonst will der Körper zappeln. Die aufgebaute Anspannung muss abgearbeitet werden.

 

Neurowissenschaft: Die transformative Kraft des Sich-sicher-fühlens

 

Die Neurowissenschaft bestätigt die weit reichende Bedeutung von Entspanntsein. Entspanntsein wird gleichgesetzt mit dem Gefühl von Sicherheit. Es heißt:

Sich-sicher-fühlen sei eine Grundvoraussetzung für umgängliches Sozialverhalten, für Kreativität und dafür, Neues hervorzubringen. Das Gefühl von Sicherheit hat transformative Kraft.
(Porges, Stephen: Die Polyvagal-Theory)

 

Zappeln und Zittern ist gut!

 

Auf Stress reagiert der Körper mit Botenstoffen, die den Organismus in Alarmbereitschaft versetzen. Das Nervensystem für Verteidigungs/Angriffsmodus wird angeschaltet.

Der innere Frieden ist fort.

Gleichzeitig werden nicht so dringende körperliche Prozesse reduziert:

Immunsystem, Wachstum, Reparaturen, Erneuerungen.

 

Wenn der Stress vorbei ist, versucht der Körper wieder umzuschalten in den Zustand von Gelassenheit. Dafür strebt er danach, die noch nicht abgebaute Anspannung aufzulösen - und zuckt, wackelt (Knie!), vibriert, zittert. Das ist die natürliche Selbstregulation.

 

Das heißt im Klartext: zittern, zucken und zappeln Sie, "was das Zeug hält"!
Der Organismus findet damit zum inneren Zustand von Wohlbefinden und Sich-sicher-fühlen zurück.

Dieser Zustand, in dem der Körper einfach vor sich hin schnurrt.

 

Wenn der Psoas entspannt...

 

Was ist das, der Psoas?

Der Psoas ist ein sehr starker Muskel, der im Verborgenen wirkt. Vereinfacht gesagt zieht er die Beine und den Körper/Rumpf zueinander wie zum Beispiel beim Kauern, beim Rennen und bei Sit-ups. Zu sehen ist er selbst nicht, nur seine Wirkung.

Er ist sofort fest, wenn die Stress-Botenstoffe in den Körper geschwemmt werden.
Er hat eine direkte Signalleitung zum Gehirn.
Da er das Befinden beeinflusst, wird er auch "Seelen-Muskel" genannt.

 

Der Zustand von Entspanntsein und Regeneration hängt mit der Entspannung des Psoas zusammen.

Ist er noch angespannt, wird der Organismus weiter in Alarmbereitschaft gehalten. Es ist eine Feedbackschleife, die man durchbrechen kann, wenn man diesen Muskel lockert.

 

Sport reicht nicht

 

So gesehen wird klar, warum Sport für viele ein Ausgleich ist, eben dieses notwendige Entladen von Anspannung. So weit so gut. Wie schon in einem früheren Artikel erwähnt, geht der Stress und Wettkampf oft beim Sport weiter. Die Stressschleife bleibt.

 

Kaputt und ausgepowert zu sein ist etwas anderes als wirklich entspannt zu sein. "Entspannt" im Sinne von: sich sicher zu fühlen. Die Zufriedenheit und das Glücksgefühl, die nach dem Sport auftreten, sind etwas anderes als die Entspannung, die mit der des Psoas-Muskels einsetzt.

Gut, wenn der Psoas - wie beispielsweise beim >> Tibetischen Yoga - mit in die Übungen einbezogen wird.

 

Sich von der Muse* küssen lassen

 

Kennen Sie das: Sie haben Zeit, Sie fühlen sich gut, Sie sind ungestört, nichts drängt...
Sie haben Muße...

Kommen Sie dann auf neue Ideen?
Beginnen Sie, Gewohntes umzugestalten?

Gut möglich, denn Entspannung ist die Voraussetzung dafür, kreativ zu sein, etwas Neues hervorzubringen.

 

(* Musen sind in der griechischen Mythologie die neun Göttinen der Künste. Sie inspiririeren, unterweisen und spornen zu künstlerischen Leistungen an.)

 

Ein sehr erfolgreicher, deutscher Komponist für Filmmusik hat in einem Interview gesagt, dass er nur komponieren kann, wenn er entspannt und in Frieden ist. Und dann fliegen ihm die neuen Harmonien nur so zu.

 

In sich ruhen. Aus sich heraus handeln.

 

Sie könnten sagen: "Kreativität brauche ich nicht." oder "Ich bin nicht kreativ."

 

Ok. Dann gefällt Ihnen vielleicht diese Beschreibung des Zustands der Entspannung:

Im entspannten Zustand bekommen Sie sich selbst mit.

Sie können innere Impulse entspannt besser wahrnehmen.

 

Diese Impulse zeigen, was Ihnen persönlich entspricht - was passt und was nicht.

Bei der Auswahl des Essens, beim Umgang mit sich und mit anderen lenken äußere Einflüsse und die Erwartungen anderer oft davon ab, die innere Stimme zu hören und zu achten.

(Spannend, mal darauf zu achten, wann man überhaupt der eigenen inneren Stimme folgt.)

 

Entspannen macht schön

 

Bemerkenswert finde ich, wie schön Menschen aussehen, wenn sie entspannt sind.
Es sind oft richtige Verwandlungen, die da innerhalb von einer halben Stunde >> TRE® stattfinde. Herrlich zu beobachten.

TRE®  ist die Entspannungs-Methode, die ich für die beste halte. Bei TRE® wird der Stress abgeschüttelt, ist also das Gegenteil von Stillhalten. Man muss dabei nicht denken und nichts steuern. Auch mal schön, nicht wahr?

 

Aktivität und Gesundheit brauchen den Wechsel in die Entspannung

 

Hat der Körper aus irgendwelchen Gründen keine Gelegenheit, immer wieder in den Zustand von Entspannung zurückzukehren, funktioniert er nicht so reibungslos, wie er könnte.
Der Wechsel von Aktivsein und Entspanntsein ist grundwichtig für den Organismus.

Regeneration, Sicherheit und Gelassenheit fühlen sich daher auch so angenehm an.

Einfache, klare Botschaft des Körpers: was sich gut anfühlt, passt.

 

Bleibt der Organismus dauerhaft in Anspannung, kann es sein, dass es beispielsweise häufiger als nötig zu Infekten kommt (das Immunsystem schwächelt), man reizbar ist (der innere Frieden ist weg) und körperliche Beschwerden zunehmen (keine Zeit für Reparaturen). 

 

Also: wer braucht Entspannung?

Jeder, der sein Wohlbefinden und seine Gesundheit aktiv erhalten möchte.

Jeder der seine Leistungsfähigkeit erhalten oder steigern will. (Leistungssportler wissen das.)

Jeder, der nicht einstimmen möchte in das ergebene "Ja, man wird halt alt."

 

Lesen Sie über die Entspannungs-Erfahrungen meiner Teilnehmer >> (nach unten scrollen)

 

Durch Denken kann man nicht alles lösen. Was hilft im Stress?

 

Am besten nutzen Sie die Möglichkeiten, die Sie haben. Und ja, Sie haben welche.
Da der Körper bei allem beteiligt ist, kann man beim Körper ansetzen, um auf ALLES Einfluss zu nehmen. Beenden Sie vom Körper aus den Stress-Kreislauf.
Da gibt es moderne Methoden, die natürlich und einfach sind und sehr wirksam helfen - innerhalb von wenigen Minuten, mitten im Alltag.

Für jeden sollte da etwas dabei sein.

 

Angenehm und befreiend wirken beispielsweise...

  • bestimmte Körperhaltungen, die direkt harmonisierend und stärkend wirken
  • Tibetisches Yoga, das u.a. Beweglichkeit und Energiefluss im Körper pflegt
  • energetisches Meridianklopfen, das über den Körper die emotionale Balance fördert
  • TRE® - Tension Releasing Exercises, das den Körper entspannt und die Gedanken beruhigt
  • Meditation, die ganzheitlich positiv wirkt (mehr dazu in einem der nächsten Artikel)

Den Körper nutzen

 

Über den Körper hat jeder Zugang zu sich und kann sein Befinden wohltuend beeinflussen.
Was körperlich entspannt, wirkt auch mental entspannend.

 

Wenn Sie das interessiert...

 

Wenn Sie sich dafür interessieren: probieren Sie die genannten Methoden bei mir aus.

Lernen und trainieren Sie, sich zu entspannen.
Ich biete laufend >> Veranstaltungen im Raum Bonn an und Sie können auch Video-Chat-Einheiten buchen.
 

Wenn Sie individuelle Unterstützung möchten:
Vereinbaren Sie eine Coachingstunde oder einen Coaching-Kompakt-Tag.  >> Kontakt
Sie erhalten eine Analyse Ihrer individuellen KörperBalance.
Und Sie werden erfahren, worauf es für Sie ankommt, um in lebendige Balance zu kommen. 


Wenn Sie möchten, begleite ich Sie langfristig als Ihr Coach.

Per Video-Chat ist eine Begleitung auch über Distanzen möglich.

 

 

 

Mirja B. Eyßelein

 

Wenn Sie Kontakt aufnehmen möchten:
E-Mail: info@eysselein-trainings.de

Tel. 0228 - 909 38 92

 


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EYSSELEIN TRAININGS
Mirja B. Eyßelein

Dipl.-Sportlehrerin

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