Sinnvoll alleine trainieren. Was Sie dabei unbedingt beachten sollten.

Immer mehr Menschen trainieren nur mit dem eigenen Körpergewicht. Das bedeutet Unabhängigkeit. Was Sie unbedingt beachten sollten, wenn Sie Ihr eigener Trainer sind, beschreibe ich in diesem Artikel.

 

Bewegungslust und Achtsamkeit sind Trend


Zukunftsforscher haben den Trend ausgemacht, dass viele Menschen wieder mehr Bewegung in ihr Leben integrieren. Immer mehr Menschen wollen sich im eigenen Körper wohlfühlen, ihn neu entdecken. Ein achtsameres Verhältnis zum eigenen Körper verbreitet sich.

Wenn Sie sich in Bewegung setzen, was motiviert Sie? Spüren Sie Bewegungslust? Ist es der Wunsch nach Selbstoptimierung? Oder ist es aus purer Not-wendigkeit (um Not abzuwenden)?

 

Achtung!

 

Was auch immer Sie antreibt - eines ist grundlegend wichtig, damit Ihre Übungen aufbauend wirken anstatt zu schädigen: Achten Sie auf die Ausführung der Bewegungen.
Denn es gibt eine von der Natur vorgegebene sinnvolle Art und Weise. Das heißt: bespielsweise die Knie sind für eine gewisse Belastungsart und Bewegungsrichtung gebaut. So genutzt sind sie extrem belastbar und funktionieren perfekt. Leider sehe ich oft, dass viele dieses naturgemäße Bewegen über die Jahre verlernt haben. Und wie oft wurde das In-die-Knie-gehen früher falsch gezeigt. Solche Fehlbelastungen quittiert der Körper irgendwann mit Beschwerden: er beschwert sich.

 

Das WIE ist wichtig

 

Neulich hat mir eine Frau erzählt, dass sie zu Hause nach der Anleitung einer Fitness-DVD trainiert. Sie ist begeistert von den Übungen und spürt Fortschritte, denn sie hält länger durch. Mit dem Training möchte sie ihre Beschwerden im Nacken und im unteren Rücken loswerden. Ihr Arzt hatte ihr empfohlen zu trainieren.
Ich habe mir die Übungen gleich von ihr vormachen lassen. Es waren wirklich prima Übungen, um den Körper alltagsfit zu machen. Was mir gar nicht gefallen hat, war, WIE sie sie ausgeführt hat. Denn da waren weitere Beschwerden gleich vorprogrammiert.

 

Individualität zeigt sich auch beim Bewegen

 

Jeder hat so seine eigenen Bewegungsmuster und seine typische Haltung. Von Ferne schon können wir Menschen daran erkennen. Verschleppte Schonhaltungen, Verspannungen oder unbewusste Glaubenssätze haben sich mit der Zeit zur individuell typischen Haltung ausgeprägt.

 

Gute Absicht und doch negative Folgen

 

Jeder, der trainiert, trainiert also in seinem individuellen Zustand von körperlicher Ausgeglichenheit  oder Dysbalance. Solche Dysbalancen zeigen sich beispielsweise mit X-Beinen, „Hohlkreuz“ und Rundrücken. Auf Dauer machen sie bemerkbare Beschwerden, weil sie die Gelenke, Muskeln und Faszien unnatürlich strapazieren. Die unangenehmen Reizungen und der Verschleiß, den diese Fehlhaltungen unweigerlich auslösen, werden mit der höheren Beanspruchung eines Trainings noch zunehmen. Das ist nicht sicher das, was Sie beabsichtigt haben.

 

Der Anfang ist gemacht. Und dann?

 

Yippie! Sie TUN etwas für sich. Wenn Sie dann bemerken, dass bei den Bauchübungen der Nacken weh tut oder nach dem Training die Knie, werden Sie mit dem Üben schnell wieder aufhören (müssen), weil „das nichts für Sie ist“. Ja schade!

 

Nicht die Übung ist das Problem, sondern die Qualität der Ausführung

 

Vielleicht haben Ihnen der Nacken und die Knie vorher nicht weh getan – oder so wenig, dass Sie es ignorieren konnten. Vielleicht waren aber auch derartige Beschwerden der Grund, warum Sie überhaupt angefangen haben zu trainieren – wie jene Frau, von der ich oben erzählt habe.
Das Dumme ist, Sie selbst werden Ihre Fehlhaltung und Ihre unguten Bewegungsmuster nicht bemerken. Die alten Muster sind einem nicht bewusst. Sie sind ja zum Normalzustand geworden.
Was Sie wohl merken werden, sind ihre Folgen: es tut weh.

 

Was an Beschwerden gut ist

 

Sobald wir beim Üben den Körper intensiver beanspruchen als sonst, werden Dysbalancen und Fehlhaltungen deutlich(er). Und das ist prima!
Beschwerden und Zipperlein sind die Anzeiger, dass etwas nicht naturgemäß läuft. Sie signalisieren, dass wir gegen uns arbeiten.
Den Beschwerden des Körpers nachzugehen kann uns auf eine Spur bringen:
Wir können herausfinden, wo wir festgefahren sind oder warum wir uns (bisher) klein machen.
Wenn wir darauf hören, wenn der Körper sich beschwert, können wir beginnen, konkret umzudenken und umzulernen. Und uns womöglich bald wieder am Bewegen einfach hemmungslos erfreuen.
Denn Änderung zum Guten ist möglich.

 

Was wichtig ist, um sich selbst ein guter Trainer zu sein

 

Wenn Sie ohne Trainer-Begleitung trainieren, sollten Sie zuerst Ihre Körperwahrnehmung verfeinern. Beobachten Sie sich: wie halte ich mich, wie beuge ich die Knie, setze ich die Füße auf? Was meldet mein Körper dabei?
Finden Sie heraus, wie Sie sich dann korrigieren können. Wann fühlt sich die Bewegung sinnvoll an?
Stärken Sie Ihre Achtsamkeit.  Entwickeln Sie Ihr Bewusstsein für sich selbst.

 

Wie Sie auch ohne einen Trainer Ihre Übungen gut machen können

 
Ein sehr gutes und wichtiges Hilfsmittel ist ein großer Spiegel. So können Sie sehen, was Sie tun. Nutzen Sie ihn so lange, bis Sie FÜHLEN können, was Sie tun.
Ein Tipp: wenn Sie keinen großen Spiegel haben, können Sie auch die Spiegelung einer Fensterscheibe, die Glasscheiben eines Schrankes oder die eines großen Bilderrahmenglases nutzen. Bauen Sie sich die Lichtsituation so, dass Sie sich gut spiegeln sehen können.

 

Die Begeisterung wecken

 
In meinen Augen ist es die Aufgabe eines Trainers, Hinweise und Anregungen so zu geben, dass sich derjenige selbst zu spüren und zu korrigieren lernt. Ein Trainer sieht, was Ihnen selbst nicht auffällt. Sein Blick erfasst die Entwicklungs-Möglichkeiten, die Ihnen noch nicht fassbar sind.
Gerade am Anfang ist es sinnvoll, dass Sie gemeinsam mit einem Trainer Ihre Übungen zusammenstellen oder Ihr bestehendes Programm mit ihm mal durchgehen.
Ich weiß aus Erfahrung, dass dann schnell eine Begeisterung am Erkennen und Lernen entsteht.

 

Fazit

 

Was Sie beim Alleine-Trainieren unbedingt vermeiden sollten, ist das Beibehalten Ihrer etwaigen individuellen Fehlhaltungen. Diese werden durch das Training mit trainiert, ja quasi "betoniert".
Beschwerden können Sie vermeiden lernen, indem Sie damit beginnen, achtsamer „hin“ zu spüren. Sehen Sie sich selbst beim Bewegen zu: entweder in der Reflexion einer Spiegelfläche oder schauen Sie sich zumindest auf Füße und Beine. Da liegt oft der Ursprung von Dysbalancen.
Umlernen ist möglich. Geben Sie sich Zeit. Umlernen ist ein Prozess.
Die steigende Achtsamkeit fördert das Selbst-Bewusstsein. So können Sie besser für sich selbst sorgen.
Es lohnt sich.

 

 

 

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Mirja B. Eyßelein

 

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